Etappe 4 Schliffkopf – Harkhof 30,4 km

P1020265_tonemappedVor dem Frühstück mussten jetzt erst mal verschiedene Fotos vom Sonnenaufgang aufgenommen werden. Es war so eine herrliche Lichtsituation. Nach dem obligatorischen Frühstück und dem Rucksackpacken starte ich um 7:15 Uhr in den neuen Tag.

Nach dem Sonnenaufgang begannen aber die Wolken den Himmel zu zuziehen. Ob es wohl Regen geben würde? Zum Wandern war das angenehm so mit dem bedeckten Himmel aber die Sorge vor Regen im Kopf ist halt immer vorhanden. Den Schliffkopfrundweg nimmt man zum Teil mit, dann geht es weiter nach Zuflucht und Alexanderschanze (965m Höhe). Dort vermisste ich das Westweg-Portal, nur ein Stempel war an einem mickrigen Metallpfosten angebracht und der Stempel war anscheinend auch noch vertrocknet. 😦

Da ich schon vorher beschlossen hatte, mir beim Besucherzentrum in Kniebis meine Westweg-Etappen-Faltkarte nachzukaufen, die ich zuhause vergessen hatte, waren jetzt zusätzliche 1,5 km hin und 1,5 km zurück angesagt. Also ab nach Kniebis. Unterwegs fragte ich eine aus Kniebis kommende Wanderin, ob sie wisse, ob das Besucherzentrum am Sonntag geöffnet habe. Sie bemerkte, dass dort um 10 Uhr geöffnet wird. Das beruhigte mich mal auf jeden Fall, diesen Weg nicht umsonst zu gehen. Dort angekommen stelle ich fest, dass dort das vermisste Westweg-Portal mit einem funktionierenden Stempel steht und so konnte ich meine Karte um den 5. Stempel ergänzen. Ich kaufte meine vermisste Teilettappen-Karte, darin hat man jede Tagesetappe im Überblick auf einer Seite und was besonders wichtig ist, dort sind Quellen und Schutzhütten sowie Gasthäuser eingezeichnet.

 

Übrigens: Für die Navigation braucht man keine Karte, der Westweg ist so ideal beschildert, dass jeder der nicht blind ist, ohne Karte von Pforzheim nach Basel laufen kann. Außerdem entwickelt man mit der Zeit eine gewisse Routine und weiß bald wo man die Hinweisschilder oder Wegmarkierungen zu erwarten hat.

Beim Besucherzentrum gab mir die Mitarbeiterin den Tipp in der benachbarten Kniebishütte ein sonntägliches Weißwurstfrühstück zu genießen. Ja, hörte sich gut an . . . leider gibts das nur jedes zweite Wochenende im Monat und ich war am falschen Wochenende unterwegs. Dennoch zu einem Weizenbier setzte ich mich kurz nieder und füllte meine Wasserflaschen mit einem Liter Mineralwasser auf. Ein kurzes Gespräch mit meinem Liebling zuhause informierte wie meine derzeitige Position ist und was ich als nächstes vor habe. Dann ging es weiter . . .wieder die 1,5km zurück auf den Westweg und weiter zum Aussichtspunkt Renchtal (915m Höhe) Da ich zu diesem Zeitpunkt immer noch nichts gegessen hatte, freute ich mich auf die in der Karte erwähnte Hilda-Hütte und stellt mir vor dort ein feines Hüttenmenü zu mir zu nehmen. Aber leider war auf dieser Hütte keine Bewirtschaftung, nur einige Heuballen lagen wohl für Pferde vor dem Hütteneingang. Es war eine normale Schutzhütte. Also weiter zur Lettstädter Höhe (968m Höhe).

Mittlerweile brannte die Sonne wieder vom Himmel und das Gehen wurde schon merklich anstrengender. Beim Glaswaldsee macht ich eine Pause und wechselte die nassen gegen trockene Socken, dann ging es weiter über Klagstein (907m Höhe) und Freienberger Sattel (752m Höhe), wo das nächste Westweg-Portal aus „Hinkelsteinen“ steht. Stempel Nr. 6 wurde kassiert. Nun ist die halbe Karte voll und ich bin schon 1 Etappe zur normalen Zeitplanung voraus. Über die Littweger Höhe (840m Höhe) quäle ich mich noch 4,5 km bis zum Harkhof weiter, wo mich das große Schild Vesperstube aus dem Gleis wirft. 😉

Ich steige die paar Meter hinab zum Bauernhof und bestelle im Lokal was zu Essen, Nur aus Neugierde frage ich, ob es auch noch Zimmer gibt, dann sagt man mir eines wäre noch frei und spontan entscheide ich mich hier zu bleiben und nicht noch die geplanten 3 – 5 Kilometer zu laufen. Das Essen verschiebe ich nach der Dusche, die ich mir als nächstes gönne. Frisch und guter Laune esse ich einen Schwarzwälder Vesperteller – natürlich mit Weizenbier  – und danach noch ein paar Saitenwürste mit Senf – zum Abschluss sitze ich noch mit einigen anderen Gästen und Nachbarn auf der Sonnenterrasse und genieße den schönen Abend.

Alles in allem hab ich an diesem Tag 30,4 km geschafft und habe nun einen Zwischenstand von 120,9 km.

 

TIPP: Harkhof – Tolles Vesper, schöne Zimmer und so wie ich glaube auch preisgünstig. Nur zu empfehlen!

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