Etappe 10  – Schutzhütte Hexenplatz unterm Blauen  – Badischer Bahnhof Basel 33km

Start um 6.30 Uhr am Hexenplatz etwas 2,5 km nach dem Blauengipfel und dann geht’s zuerst noch auf die Sausenburg „hoch“.

Dort wecke ich ein paar Schläfer, die im Burghof ihr Lager aufgeschlagen hatten. Den Bergfried hab ich natürlich bestiegen und einige Fotos geschossen.

Der nächste Zielort hieß Kandern. Auf dem kleinen Marktplatz decke ich mich mit Vesper (Pfefferbeißer und Wurstweck) ein und im nächsten Edeka hole ich noch einen Liter Mineralwasser, da mein Wasservorrat ja sehr zu wünschen übrig ließ.

Nach Kandern gelange ich nach Hammerstein und dort hab ich wohl eine Abzweigung verpasst, da aber die Richtung nach Wollbach ging lief ich einfach weiter. Eine kleine Schattenpause unter einem Kirschbaum ließ mich erkennen, dass auf dem Baum schon reife Früchte hingen und die ganz Schwarzen schmeckten auch ganz besonders gut. Nach zehn Kirschen oder so, hab ich dann aufgehört zu naschen. Weiß jemand bis wieviel Mundraub zählt? 😉

Außerdem kam hinter mir auf dem gleichen Weg jemand gelaufen. Es war eine junge Mutter mit Kinderwagen und ihrem gerade mal 16 Tage alten Sohn. Sie war auf dem Weg zum nächsten Bauernladen um einzukaufen. Sie erklärte mir, dass man dort auch gut frühstücken und etwas trinken könne. Das ließ ich mir nicht zweimal sagen. Auch wenn es bei dieser Hitze ein Stück den Berg hoch ging – die Aussicht auf etwas Kühles, Frisches gab mir die Kraft dazu. Ein großes Coke und ein Kristallweizen mussten sein für meinen von der Sonne ausgetrockneten Körper. Dann noch die leeren Trinkflaschen gefüllt und weiter gings. Wenige Meter hinter dem Bauernhof fand ich auch die verlorene Wegstrecke wieder. Also – alles wieder im Lot!

Es ging durch Wollbach  und „hoch“ auf die Burg Rötteln. Eine schöne Burgruine mit Burgmuseum und tollem Ausblick vom Bergfried. Nach der Besichtigung lockte die Burggaststätte/Biergarten zu einer weiteren Leckerei: Steak mit Kräuterbutter und Pommes – dazu wieder ein Coke und ein Radler.

Nicht zu vergessen: nahe der Burg stand das letzte Westweg-Portal mit Stempel für meine Westwegtour-Karte.

Nun bog ich also auf die Zielgerade nach Basel ein, aber vorher musste ich in Tumringen noch einen gewaltigen Anstieg bewältigen, bis es wieder einige Kilometer geradeaus ging. Gott sei Dank gabs in Tumringen einen Brunnen mit Trinkwasser an dem ich mich erfrischen konnte (wäre am liebsten hinein gelegen) aber am wichtigsten, zwei gefüllte Flaschen Wasser für den schon erwähnten Aufstieg in den Rucksack laden konnte.

Irgendwann so etwa 11km vor dem Ziel, begann der „heiße Abstieg“ (Sonne/Kopf – Brennen/Füße vom Abwärtsbremsen) Richtung Basel. Dann zum Endspurt gabs noch ein paar Kilometer entlang der Wiese (ein Fluß/Kanal) deren Ufer an diesem heißen Tag ganze Horden Badende, Grillende und Sonnende bevölkerten.

Endlich kam ich am Ziel an, dem Badischen Bahnhof, nach 296km und 10 Tagen. Im Reisezentrum fragte ich nach der nächsten Möglichkeit zurück nach Pforzheim zu gelangen. Die Dame schaute in ihren Monitor und meinte in 6 Minuten startet mein Zug auf Gleis 4. Ob ich das noch schaffe fragte ich – Sie meinte: wenn ich vorher nichts mehr einkaufe im Bahnhof auf jeden Fall. 😉

6 Minuten später startete ich nach Pforzheim und mein Abenteuer war sozusagen beendet.

Vom Zug aus informierte ich meinen Schatz zu Hause und überraschte sie mit dem früheren Zurückkommen. Martina und Thomas begleiteten sie um mich in Pforzheim abzuholen.

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